Alltagsleben

Bereits mehrere Male wollte ich etwas schreiben, aber hatte nie wirklich Zeit dazu. Jetzt ist es wieder so weit.

Zuerst eine kleine Warnung: Ich habe in den ganzen vergangenen 6 Wochen keine Fotos geschossen. Das Album vom Tauchen ist alles was es zur Zeit geben wird. Immerhin muss ich mich so nicht mit der komischen Formatierung herumschlagen.

Am 26.-29. Januar war Saarang, ein anscheinend nur von Studenten organisiertes Musik- und Kulturfestival. Man kann es mit Balelec vergleichen, einfach auf 4 Tage verteilt. Ausserdem gab es viele andere Aktivitäten, die nicht nur musikalisch waren.
Insbesondere die “World Culture Show”, wo jeden Abend eine Vorführung einer Gruppe aus einem bestimmten Land statt fand, war super. Hiphop aus Frankreich, Musik aus Israel, Breakdance aus den USA und der Beste zuletzt: Laurent Decol, französischer Mime. Solltet ihr irgend einmal eine Chance erhalten, Decol zu sehen, kann ich die Show nur wärmstens empfehlen!
Neben den vielen kleinen Ständen und Aktivitäten (Malen, Theater, Musikzieren, Geschichte schreiben, Werwolf spielen, und viele mehr) gab es natürlich die Hauptacts am Abend: eine richtige Band, die im Open Air Theater auftrat. An vier verschiedenen Abendenden kamen: KK, indischer Megastar – er singt die Lieder, zu denen die Bollywoodstars dann in den Filmen tanzen. Zuerst wollte ich nicht unbedingt gehen, schlussendlich wars dann ganz gut. Bei der Choreonight kamen verschiedenste Tanzgruppen aus jeder Ecke und tanzten während 4 Stunden ihre Choreographien. Ja, 4 Stunden “IIT sucht das Tanz-Supertalent”.
Zum europäischen Hauptact (die gross angekündigte “Rock-Show” mit Pain of Salvation) kann ich ein wenig mehr erzählen. Sie waren der letzte Act des Festivals am Samstag Abend, und nach ihnen war das Programm fertig. Während dem Konzert ging anscheinend etwas kaputt, und sie mussten Improvisieren. Meiner Meinung nach waren sie ziemlich gut… und ich bin mir nicht sicher ob das Publikum gemerkt hat das plötzlich der Schlagzeuger sang, der Sänger Schlagzeug spiel und auch sonst alle die Plätze getauscht hat. Der Funke sprang nicht über – und viele hatten falsche Erwartungen von der Musik. Insofern waren viele enttäuscht. Nicht so ich, denn wie bereits erwähnt, sind die Jungs sehr gute Musiker. Der Höhepunkt jedoch: Gerade als es ein wenig besser wurde, sie bekanntere Songs spielten, wurde ihnen der Saft abgedreht. Mitten im Song, und zwar aus wahrscheinlich zwei Gründen: Erstens, nach Program wäre es fertig (Punkt 22:30! – unfairerweise wurde mit einer halben Stunde Verspätung begonnen), zweitens, weil der Sänger nach Leuten fragte, die Rauchen und somit ein Feuerzeug schwenken könnten (und er singt “Halleluja”), er möchte keine Handylichter sehen (“not very romantic”).
So hat es das IIT nach vier Tagen Superstimmung geschafft, dass wir nicht vergessen wo wir sind ;-) .

Danach hatte mich der Alltag schnell wieder, Teste, Quizze, Paper zum schreiben. Motivierter als letztes Semester, bin ich an den Wochenenden ab und zu am arbeiten. Ausserdem bin ich fleissig am Praktikumsstellen suchen, um nicht nur auf der faulen Haut rumliegen zu müssen (3 Monate lang…)

Letztes Wochenende waren wir (Tobias, Janne, ich) Tauchen. Julie war auch in Pondycherry, kam aber nicht aufs Boot. 27 Grad warmes Wasser, Sonne (inkl. Sonnenbrand) und unter Wassser superschöne Sicht. Die Fotos kann man hier sehen:

http://www.facebook.com/album.php?aid=116389&id=1248201639&l=2dbce8a325

Tauchboot

v.l.n.r. Rob, Tobias, ich, Fahrer, Janne, Anna

Ein exklusives Foto, nicht auf Facebook zu finden (man beachte meine Haarpracht)

ich muss noch erwähnen/klagen: Meine Internetverbindung erlaubt mir nur noch ein sehr eingeschränktes Surfen: ZU langsame Verbingung, langsame Ladezeiten, Timeouts etc… so ist es nicht mehr angenehm.

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Dezember…

Der letzte Eintrag ist schon älter, und inzwischen ist viel passiert.

Meine letzte Prüfung ist gut gelaufen. Inzwischen habe ich auch die Resultate, und alles bestanden.

Die ersten zwei Wochen war ich mit Tobias und Michael (aus der Schweiz eingeflogen…) in Mumbai und Goa. Mumbai, mit 18 mio Einwohner, eine nicht endende Stadt. Und sie vereint alle Extreme: Gerade letztes Jahr wurde das teuerste Wohnhaus der Welt dort fertiggestellt – 1 milliarde dollar, 27 Stockwerke, Kino, Pools etc für eine Familie. Und rund um dieses “Haus”, nach den Security-Guards, ist immer noch ein riesiger Slum. Wir selbst haben bei einem lokalen Anbieter eine Slum-Tour gebucht, und der Taxifahrer führte uns durch die Gassen, wo die Ärmsten Plastikabfall nach Farbe sortieren, ihn zu Granulat verarbeiten und – denken wir zumindest- wieder verkaufen. Der Taxifahrer hat es nicht lassen können, uns direkt nach dieser Tour in ein ultrateures Shoppingcenter zu fahren.
Von Mumbai aus sind wir mit dem Nachtzug nach Goa getuckert. Unterwegs trafen wir Anthony aus London, den wir dann auch wieder in Goa selbst getroffen haben.
In Goa habe wir es eher gemütlich genommen. Tobias und ich waren 4 Tage mit dem Tauchkurs beschäftigt, und schlussendlich waren wir 5 Tage am Tauchen oder am Tauchen lernen. Die restlichen Tage mieteten wir Scooter, suchten uns den schönsten Strand aus, lagen rum, jassten und assen viel gutes Essen – portugisisch, französisch, russisch, italienisch etc.

Meer

Und, wie war Indien??

Und, wie war Indien??

Druckausgleich beim Tauchen

Kühe am Strand

 

 

Sonnenuntergang in Mumbai

Slum-Abfall-Mumbai

Tobias und Michael

Tobias und ich

Meine Familienferien begannen erst am 24ten Dezember, und alle zusamen fuhren wir durch Kerala. Kerala ist sehr angenehm, viel weniger Abfall, nette Leute, und viele Führungen zu lokalen Pflanzen und Gewürzen. Insbesondere das Hausboot, mit welchem wir auf den Backwaters von Kerala unterwegs waren, war beeindruckend gut organisiert und sauber.
Alles in allem waren es wunderschöne Ferien, sehr erholsam und fast schon undindisch ohne Probleme. Von den zweiten Ferien habe ich fast keine Fotos, da andere schon alles weg-photographiert haben.

Célia

Inzwischen hat mein zweites Semester schon ein wenig angefangen, die ersten Teste sind angesagt, und der Stundenplan verspricht nur gutes: Jeden Nachmittag frei – theoretisch. Man kennt ja die Profs, die gerne noch einmal Extrastunden am Nachmittag machen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass dieses Semester von den Fächern her einiges spannender wird.

Für Fragen, immer noch gleiche Adresse, und am 6. Mai gibts ein Mittagessen in Zürich….

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Semesterende und Ferien

Endlich ist es so weit. Ferien – oder fast. Am Dienstag habe ich noch eine letzte Prüfung, dann ist endgültig Schluss mit dem ersten Semester in Indien.

Kurzzusammenfassung seit dem letzten Eintrag:
Die zweiten Quizzes sind nicht schlecht gelaufen, aber gegen Ende des Semesters wollten alle Professoren noch eine Extraklasse und noch etwas Zusätzliches und Tolles machen, da sie den Anfang des Semesters zu wenig effizient gestaltet haben. Und wir Studenten müssen das wieder ausbaden. Also schreiben wir endlos viele Papers (10 Seiten über ein Thema, mit Rechnungen, Recherchen und blablabla… gar nicht amüsant). Dies hat zur Folge, dass wir eigentlich so gut wie nichts mehr unternehmen können/wollen, da wir uns entweder erholen oder arbeiten. Wie dem auch sei, jetzt ist der Stress vorbei. Und ich habe meine schlechteste Prüfung geschrieben… mal sehen ob ich bestehen werde. Wie bereits geschrieben, ist der Klassenschnitt immer sehr tief, also habe ich die Hoffnung noch nicht verloren.

hihihi

hihihi

Rajendr und Vasudevan

Rajendr und Vasudevan

Eine meiner 5 indischen Klassen

Eine meiner 5 indischen Klassen

Um einige Bilder zu liefern: Am 2. November waren wir eine Wasseraufbereitungsanlage besichtigen. Hier in Indien ist Aufbereitung ein viel grösseres Thema als bei uns, und Abwasserreinigung ist es dafür weniger; also genau umgekehrt wie dies in der Schweiz der Fall ist.

Jetzt, nach der Prüfung vom Dienstag, habe ich Ferien. Bevor irgend jemand neidisch wird: Mein Semester war 16 Wochen lang, und die Prüfungen ohne Vorbereitungszeit nahtlos an die Kurse gepackt. Das heisst, bis am Freitag Vorlesung, am Montag die Prüfung darüber… ich fands nicht sehr angenehm, was sich wohl auch in den Resultaten wiederspiegeln wird.
Wie dem auch sei, werden wir am 3ten Richtung Mumbai fliegen, eine Woche Mumbai und Umgebung anschauen, um danach in Goa einen einwöchigen Tauchkurs zu machen. Ja, denn hier ist immer noch kurze-Hosen-Temperatur, und der Monsun sollte auch langsam vorbei sein. Und was ist Schnee??

Ich wünsche allen eine schöne Adventszeit – auch wenn die Stimmung hier so gar nicht dazu passt -, einen schönen Rest und man sieht sich. Am Balelec.

 

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kein witz… einfach nur incredible india

Es geht mir gut, hab viel zu tun. Möchte aber trotzdem einige Sachen mit euch teilen:

Zitat Professorin, es geht um Oberflächenspannung von Wasser. Dies beeinflusst die Möglichkeiten, das Wasser zu behandeln. Und so kommt es zum Unglaublichen: “Adding salt to the water increases the surface tension, ok?” So weit so gut. “you all know the dead sea, ok?” Mhm. “And there is a lot of salt in it, so the surface tension is very high(,ok? oder hm?)” Jaaa, richtig. Man geht nicht unter. Aber dann: “You can walk on the water, ok? Who of you reads the bible? Some of you must know, so we see, you can walk on the water, ok?” …
Was man in Indien nicht alles lernt. Und ja, es war kein Witz, sie hat das wirklich so gemeint. I schwöre mann!

Anderes Fach: Es geht um Anwesenheitsquoten von uns, den Studenten. Eigentlich müsste man 85% der Lektionen besucht haben. Mindestens. Und es haben von ca 45 Studenten nur 20 diese Quote erreicht, alle anderen sind darunter. Zum Teil sehr weit darunter… und so kommen folgende Mails zustande:
“Hi all,
Ma’am asked me to put up the list of all the people who are short of attendance, so that you can discuss with ma’am, if you have some issues regarding attendance.”
Kein Problem für mich, 1 Lektion verpasst (ja die habe ich einfach irgendwie komischerweise vergessen), macht 97% attendance, no problem, come back tomorrow. Was die anderen machen, kann mir eigentlich egal sein. Nun muss man wissen, wer weniger als 85% attendance hat, kriegt ein “W”, was so viel bedeutet wie “Wiederholen”. Also gibt es einige die ein wenig dringend eine Ausrede brauchen, sagen wir, so ungefähr 25 Leute. Und dann, ganz nach Ghandi, kommt folgendes Mail:
“Hey guys,
Collective action is the key to a positive solution.
Ja, selber schuld. Werd erwachsen. Aber es geht noch weiter:
“PS: If you think medical certificates are the way out I’m sure everyone agrees that 31 people submitting sick leave is indeed kind of shady. :-)
31? 31! Medical? Ach wie schön, zum Glück gibt es zur Zeit eine Red-Eye-Disease-Epidemie auf dem Campus. Aber so viele rote Augen habe ich nicht gesehen.
Und das Beste:
“PPS: I really don’t mind getting a lesser grade for making up in the attendance, but thats just probably me.”
Nein, you’d never mind, never ever ever… Drum schreibst du ja.

Aber Achtung, ich bin noch nicht fertig:
Traffic Engineering, viel Theorie, wie wann wieviele Autos über eine Kreuzung fahren können/wollen. Ich weiss inzwischen nicht mehr, wieso ich dieses Fach gewählt habe und bin froh das es bald vorbei ist. Aber das ist nicht der Punkt. Ich gehe (wieder einmal) nach dem Kurs zur Professorin um einige Fragen zu stellen. Unter anderem, ob ein Model von 1950 heute überhaupt noch Anwendung findet. Die Autos sind jetzt ja schneller, stärker und überhaupt. Kein Problem, das Model “takes this all in account”. Ok, einverstanden. Das Modell ist in Amerika entwickelt worden. Und hier kommt die Pointe:
Ich: “so this model is used in america and western europe where we have normal traffic condidtions, but as far as I see it, it can not be used for indian conditions, right?”
Prof: “Yes, you are right. In fact,….”
Ich: “All of the models and equations and explanations we discussed so far come from america, so none of them apply here?”
Prof: “Absolutely…”
Und für das bin ich hier hin gekommen? Aber ja doch.
(Die Diskussion ging noch weiter, und so sprachen wir von der Polizei in Indien, die eine Ampel manuel bedient. Sprich ein Polizist steht an der Ampel und schaltet um von Rot auf Grün und zurück, so wie es ihm passt. Und wir lernen, wie man eine schöne Grünphase designt…. für nichts und wieder nichts. Zumindest hier. Aber spassig ist es allemal.)

Um mich kurz zu fassen: Ich habe herausgefunden, bezw. bestätigt bekommen, dass der Klassenschnitt immer ein B (=8/10) sein wird. Ich brauche um zu bestehen 6/10. Also kann ich auch einmal unter dem Schnitt sein. Und mit Klassenschnitten von 12 von 30 möglichen Punkten ist das darunter sein schwieriger als das darüber sein. Insofern habe ich mich richtig gefreut, die Prüfungen weniger wichtig genommen, die Formeln am Abend vorher auswendig gelernt und eine durchschnittliche Prüfung geschrieben. Ganz wie im Franz im Gymer. Es funktioniert noch.
Und deswegen habe ich mich wieder ein wenig auf andere Dinge konzentrieren können als “ich muss gut sein, ich muss bestehen, ich muss arbeite”, was dabei heraus gekommen ist, fand ich “very amusing”.
Ich habe meinen Spass, die Inder auch und es ist weder Monsun- noch Herbstzeit.

Gruss, Pascal

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Lange ist es her….

Vor fast einem Monat war das letzte Update, und ich wollte doch regelmässig etwas schreiben. Naja. Ich war auch sehr beschäftigt…. mit Nichtstun und Langeweile. ABer der Reihe nach.

Die Prüfungen, welche ich geschrieben habe, sind alle nicht unbedingt gut gelaufen. Ich musste also ein wenig mental untendurch und es war nicht gerade angenehm. In keiner

Prüfung bis auf einer war ich wirklich gut. Also habe ich mir vorgenommen, ein wenig anders und vielleicht auch ein wenig mehr zu lernen. Sonst verhaue ich dieses Jahr noch, und das wäre doof.

Es sind immer noch viele Stunden ausgefallen und nicht sehr organisiert abgelaufen, aber an das hat man sich langsam gewöhnt.

Wie dem auch sei, wir waren am 25. September in Thanjavur/Tanjore. Dort war ein Festival für einen Tempel, welcher vor 1000 Jahren gebaut wurde. Es war ein rein indisches Festival und nicht für westliche Touristen gedacht.
Am Freitag Abend fuhren wir (Tobias und ich) mit einem Semi-Sleeper-Nachtbus 6 Stunden nach Thanjavur und kamen dort am morgen früh an. Das Städtchen war wie ausgestorben (kein Wunder, um 5:30), und so entscheiden wir uns, ein wenig durch die Gegend zu spazieren. Durch Zufall erreichen wir den grossen Tempel, der noch ziemlich leer war und essen unser Bünderfleisch zum Zmorge…

Wir werden von verschiedenen Indern vollgequatscht und eine Stunde ist unsere Reisegruppe mit Hadrian komplett. Also gehen wir in ein Museum, wo wird für 2 Rupien “glasware, old things” bestaunen dürfen. Eine alte Bibliothek, die wir nicht anschauen dürfen wie wir wollen sondern so wie der Guard uns durchschleust, rundet den Morgen ab.

 

Ich und Goldmarie

 

 

Inder an der Ausstellung

 

Kurz vor dem Mittagessen finden wir eine riesige Ausstellung, wo hunderte Inder durchgeschleust werden- und wir schliessen uns dem Strom an. Bald aber sind nicht die Statuen oder Bilder die Hauptattraktion, sondern wir. Wie gesagt, rein indisch, keine englischen Beschriftungen, und wir mittendrin. Da werden wir “zufällig” mehrmals fotografiert, sogar eine lokale Zeitung interviewt uns. Also gehen wir mehr oder weniger schnell wieder nach draussen.

 

Tanz 2
Tanz 1

Am Abend sitzen wir dann am eigentlichen Festival, und bestauenen die 1000 mehr oder eher weniger synchronen Tänzerinnen. Es gibt auch eine 20-minütige (oder waren es 40?) Darbietung von den Brahmanen, die irgendetwas vorbrummeln; wir verstehen nur Bahnhof.
Irgendwann, nach 6 Stunden, die wir auf dem Boden sitzend verbracht haben, erscheint ein Tamil-Nadu-Politiker, der anscheinend sehr bekannt ist, und hält eine Rede. Alles was ich weiss ist, das er etwa 87 Jahre alt ist, nicht mehr gehen kann, und ihn alle so toll finden, dass sie zu weinen beginnen, wenn er spricht. Sehr eindrücklich.

Der Politiker

 

 

Und wir mittendrin

 

 

drei, zwei, eins....

... König

Am nächsten Tag mieten wir ein Taxi samt Fahrer, und sagen ihm: “Bring us to a random place”, und so besuchen wir seine Familie und seine Umgebung. Das hat sich absolut gelohnt, es war sehr interessant, und wir haben ein anderes, nicht touristisches Indien gesehen. Wir kamen an einem Dorf vorbei, wo irgend ein Spiel gespielt wurde, und waren innerhalb von Milisekunden die Hauptattraktion. Wieder einmal. Also Händeschütteln, Geschenke erhalten, und das Spiel bestaunen.

Take me for a ride

Unser Fahrer

Irgendwann nehmen wir wieder den Nachtbus nach Hause.

Max Havelar-Werbung

Eine Woche später war dann Shaastra, ein technisches Festival auf dem Campus von IIT. Eigentlich sollte es inovativ und topmodern sein, aber davon ist nicht viel zu spüren. Die Projekte sind alle schlecht aufgewärmt von letztem Jahr. Und ausserdem habe ich hohes Fieber und bleibe während dem gesamten Festival im Bett. Aber Tobias hat mir versichert, dass ich nicht alzu viel verpasst habe.
Inzwischen bin ich wieder gesund, zumindest physisch. Psychisch fehlt mir die Schweiz, Spaghetti, Saisons und vieles mehr… und eben die Prüfungsresultate haben mich nicht gerade motiviert. Aber ich schlage mich so durch und in 7 Wochen habe ich schon Ferien. Uff…

Ausserdem geht unser Radio-Projekt munter weiter, und wir werden wohl diese Woche ein Budget beantragen und mal wieder ein wenig Druck ausüben. Wir brauchen einen Raum, Material und indische Beteiligung, was sich wohl am schwierigsten bewerkstelligen lassen wird.

good morning aus Indien

 

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Mitte September-noch kein Monsun

2 Wochen sind um seit dem letzten Eintrag.

Und ich habe viele gute Neuigkeiten. Das Studium ist und bleibt ein Feriencamp, obwohl ich mich gerade jetzt in der ersten Prüfungssession befinde. Zwei Prüfungen habe ich schon gehabt, Wastewater treatment und Heat Transfer. Ich habe noch nie so wenig Ahnungvom Thema gehabt am Abend vor der Prüfung wie bei Heat Transfer. Allerdings war die Prüfung dann wie ein Beispiel aus dem Kurs, einfach mit anderen Zahlen… man musste also nichts Neues mehr selber nachdenken.(Zu meinen Gunsten)

Das führt mich auch zu einer weiteren Beobachtung: Eigeninitiative und Kreativität werden hier nicht unbedingt gross geschrieben. Man macht, was vorgegeben ist, aber nicht mehr. Studentenprojekte, die nur auf Initiative der Studenten basieren, gibt es nur sehr wenige. (ca 3- eines davon von uns initiert)

Anderseits wird Kreativität gerade dann gebraucht, wenn Not am Mann ist. Wenn zum Beispiel ein Knopf vom Wasserspender abbricht, nimmt man halt den Knopf für Warmwasser und lässt das Wasser abkühlen- man hat ja Zeit. Oder man wurstelt seine Finger so ins Gerät hinein, dass doch kaltes Wasser herauskommt. Auch hier kann man eine weitere Eigenheit der Inder feststellen: Instandhaltung ist inexistent. Der besagte Knopf ist jetzt schon 3 Wochen abgebrochen, aber solange das Gerät noch auf irgend eine wurstel-murks-würg-Art noch funktioniert, muss man es ja nicht reparieren. Genau gleich das Pissoir, welches seit 5 Wochen nur noch an der Wasserleitung hängt, weil die Halterung abgebrochen ist… es funktioniert ja noch. (Nur falls das Teil runterfällt, die Leitung zerstört, gibt es eine neue Schüssel und eine Wasserschlacht- aber so weit denken die Leute nicht.) Ein weiteres Beispiel ist, dass es Leute gibt, die Lampen flicken; komischerweise aber am Abend immer noch die gleichen Röhren nicht funktionieren.

Vom Studium habe ich ein Abstract, welches eines der besten der Klasse war, geschrieben; von einem 90-seitigen Bericht, den ich nicht wirklich gelesen habe (kurz die spannenden Abschnitte überflogen). Und das Abstract in 2 Stunden hingekleckert. Standardmässig spellcheck und Silbentrennung, ein wenig Layout, und schon ist es das Beste der Klasse?! Das akademische Niveau ist nicht sehr hoch.

Deswegen haben wir- die Austauschstudenten- immer mal wieder Zeit (und auch das entsprechende Budget), ein Wochenende am Strand oder sonst wo zu verbringen. Gestern waren wir im Ideal Beach Resort- Katalogstrand mit tollen Wellen und sowieso.

Strand-Boote

Strand-Boote am Ideal Beach

Strandboote 2

Hört ihr das Rauschen???

Kuhweg-Spuren im Sand

Kokospalmen

Strandferien sind so schön...

Rausch-Rausch- hach wie schön

...und es geht noch weiter...

schöne Grüsse aus Indien---

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Und wieder einmal…

Willkommen auf dem neuen Blog! Der Grund fuer den Wechsel ist vor allem von praktischer Natur fuer mich, da auf blogpsot das Bilder-Layout sehr muehsam war. (Hier hat es auch seine Nachteile…). Ausserdem stehen neu Unterseiten zur Verfuegung: Praktische Infos und Academic; es werden vielleicht noch einige hinzukommen.

Back to business:

Leider habe ich nicht wirklich etwas neues zu schreiben.

Alles normalisiert sich langsam, noch eine Woche bis yu den ersten Quizzes. Ich habe aber immer noch nicht das Gefuehl, dass ich viel arbeiten sollte. Die Inder geben mir nicht dieses jetzt-hat-es-wirklich-begonnen-Gefuehl… Sie spielen immer noch Kricket, sind immer noch genau so (un-)produktiv wie am Anfang- ich weiss nicht so recht.

Ich fuer meinen Teil habe begonnen, ein wenig zu lernen. Manche Faecher mehr, manche weniger. Gerade so wie die Motivation mitspielt. Ich denke, keine richtigen Sommerferien zu haben, raecht sich jetzt, auf ganz doofe Art und Weise. Oder aber es liegt an der “Flip-Flop-Kultur”: Wenn alle immer in den Flip-Flops rumwatscheln, kann man ja fast nicht anders als sich in den Ferien zu fuehlen.

Meine fuenf Kurse, welche ich habe, kann ich bis jetzt folgendermassen zusammenfassen/beurteilen.

1. GIS: Sehr langsam, ich bin ein wenig gelangweilt (jetzt gerade eigentlich im Kurs, am PC, eine Karte am erstellen…. habe ich in den ersten fuenf Minuten gemacht. Zu 100%…). Aber, das was wir behandeln ist sehr interessant.

2. Water & Wastewater: Pflichtkurs, nicht unbedingt schwierig, nicht unbedingt mein Ding.

3. Traffic Engg: Etwas ganz neues. Zur Zeit haben wir gerade eine Einfuehrung in Statistik (was ich mag), und der Kurs verspricht interessant zu werden.

4. Heat Transfer: Math, Math und Math. Mal sehen, wenn das Quiz gut laeuft, bin ich zufrieden, ansonsten nicht.

5. Globalization: Sehr interessant, aber auch sehr intensiv. Eigentlich der Kurs, welcher am strengsten ist…. Aber ein gutes SHS (nicht immer nur die Griechen)

Da wir immer noch ziemlich viel Freizeit haben, gehen wir regelmaessig schwimmen, ins Kafi, lesen und diskutieren viel.

Ich hoffe, es geht allen gut, und ich freue mich immer noch auf Post.

Pascal

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